Theater rund um Spielsucht

Theaterspielend auf besondere Themen aufmerksam machen - auch das ist Theaterpädagogik. Die Theaterpädagog*innen des Theatraki haben das in bei dem Projekt “Theater rund um Spielsucht” kürzlich bewiesen. Wer Lust hat, sich vom Ergebnis ein Bild zu machen, ist herzlich eingeladen, sich die Aufführungen anzusehen, die Mitte Dezember im Unterland, Überetsch und in Leifers stattfinden.

Das Projekt „Theater rund um Spielsucht“ ist eine Zusammenarbeit zwischen Theatraki und den Sozialsprengeln Unterland, Überetsch und Leifers, mit denen Theatraki schon länger zusammenarbeitet und findet heuer zum vierten Mal in Folge statt.

Finanziert wird diese besondere Sensibilisierungskampagne von der Autonomen Provinz Bozen.

Ab dem Finanzjahr 2012 wird ein Anteil in Höhe von 1,5 Prozent der dem Land jährlich überwiesenen Beträge als zustehender Anteil an der Einheitssteuer (PREU) auf Geräte und Vorrichtungen gemäß Artikel 110 Absatz 6 des königlichen Dekrets vom 18. Juni 1931, Nr. 773, in geltender Fassung, (Einheitstext der Gesetze zur öffentlichen Sicherheit T.U.L.P.S.) für die Prävention und Rehabilitation der Spielsucht bestimmt.
— Landesgesetz vom 21. Dezember 2011, Nr. 151

Der Fokus liegt auf die Themen Smartphone, Pc und Online-Spiele (die mit dem traditionellen Glücksspiel durchaus Ähnlichkeiten aufweisen). In den Theaterstücken versuchen die Theaterpädagog*innen von Theatraki die Suchtgefahr von Smartphone, PC und Online-Spielen spielerisch zu veranschaulichen.

Mit der Unterstützung von geschulten Theaterpädagoginnen (Doris Plankl, Alexandra Hofer, Sandra Passarella, Astrid Gärber, Klaus Saccardo und Helga Maria Walcher) finden sich Schüler*innen ein- bis zweimal wöchentlich für insgesamt 30 Stunden in einer Gruppe wieder, um theatralisch Situationen aus dem Online-Lebensumfeld Jugendlicher zu erarbeiten und darüber zu reflektieren. Es werden alltägliche Situationen gezeigt, in denen deutlich wird, wie fließend die Grenzen zwischen OK und nicht mehr OK sind.

Die Theaterstücke sind meist keine schon geschriebenen Stücke, sondern werden mit der jeweiligen Gruppe erarbeitet. Über die Abend- und Schülervorstellungen, die Mitte Dezember öffentlich stattfinden, werden viele Menschen aller Altersgruppen erreicht.

Weitere Informationen zum Programm

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